Wie dörre ich Obst? Im Backrohr / Im Dörrautomat

Veröffentlicht am 30.09.2018 in Vom Essen Besessen, Wissenswertes

Nach dem heurigen Sommer lagern einige Kisten Äpfel und anderes Obst in unserem Keller. Vor allem den nicht ganz makellosen Exemplaren droht dabei ein fauliges Ende. Deshalb gilt es, möglichst viel des Obstes rasch zu verarbeiten. Sei es zu Marmelade, zu Mus und Kompott, oder aber zu Trockenobst.

Doch wie dörre ich Äpfel und wie bleiben möglichst viele Vitamine erhalten? Also:

Wie dörrt man Obst richtig?

Sauberkeit

Zuerst das Obst gründlich unter Wasser reinigen und anschließend trockentupfen. Schlechte Stellen gleich von vornherein großzügig entfernen. Je sauberer hier gearbeitet wird, desto länger ist das Trockenobst im Anschluss haltbar.

Zerkleinern

Anschließend das Obst, je nach Sorte, in gleichmäßige Stücke teilen. Äpfel beispielsweise in Ringe (dazu zuerst das Kerngehäuse ausstechen und anschließend quer schneiden), Bananen in kleine Scheibchen oder Pflaumen in Hälften oder als entkerntes Ganzes.

Vorbereitung

Obst, das sich an der Luft verfärbt, sollte gleich nach dem Schneiden in Zitronenwasser-Sud getaucht werden. Dazu etwa eine halbe bis ganze Zitrone je Liter Wasser auspressen und gegebenenfalls mit einem Esslöffel Zucker in das Wasser rühren. Die Flüssigkeit kurz aufkochen, etwas abkühlen lassen und anschließend das zerkleinerte Obst darin ausgiebig tauchen.

Dörrvorgang

Zum Dörren von Obst eignet sich einerseits das Backrohr und andererseits natürlich ein Dörrautomat (siehe unten). Im Backrohr die gewünschte Temperatur einstellen, das Obst auf einem oder zwei Blechen mit Backpapier verteilen und in das Rohr geben. In regelmäßigen Abständen die Türe kurz öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
Unabhängig vom verwendeten Dörrgerät (also Backrohr oder Automat), sind Dauer und Temperatur je nach Obstsorte zu wählen. Für Äpfel wähle ich beispielsweise etwa 70°C und 10-12 Stunden Dörrzeit. Für Bananen empfehle ich ebenfalls 70°C aber 12-15 Stunden Zeit im Dörrautomaten bzw. Backrohr. Pflaumen sollten hingegen nur bei 45°C für ebenfalls 12-15 Stunden im Dörrgerät / Rohr bleiben.

Nachbereitung/Aufbewahrung

Sobald das Obst ausreichend trocken ist (Äpfel und Bananen sollten sich beispielsweise brechen lassen, Dörrpflaumen hingegen sollten beim Zusammendrücken zäh sein ohne, dass sich dabei Flüssigkeit ausdrücken lässt) gehört es direkt luftdicht abgepackt. Am besten in sauberen und trockenen Einmachgläsern. Das Dörrobst kühl und trocken lagern. So bleiben die Vitamine möglichst lange erhalten und das Obst am längsten haltbar.

Kontrolle

Dörrobst, vor allem selbstgemacht, ist nicht ewig haltbar. Je nach Restfeuchte im Obst kann sich Fäulnis oder gar Schimmelbefall einstellen. Vor dem Verzehr sollte also immer ein Blick in das Glas geworfen werden um Verderben frühzeitig erkennen zu können.

Genuss

Schmeckt so eine selbst gedörrte Bio-Pflaume aus dem eigenen Garten nicht noch leckerer?
Fotos, Rezepte (man kann natürlich noch mehr als „nur“ Obst dörren), Tipps&Tricks folgen.

Übrigens:

Nach einiger Recherche fiel meine Wahl bezüglich Dörrautomat letztlich auf den TZS First Austria – Dörrgerät mit Temperaturregler von 35-70°Celcius.
Einige Tage und zahlreiche Produktionen von Dörrobst später, bin ich immer noch überzeugt von meiner Wahl. Der Temperaturregler des Dörrgeräts erweist sich als sehr hilfreich. Die Etagen sind höhenverstellbar, leicht zu reinigen und sorgen für optimale Luftzirkulation. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier in jedem Fall!

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