Was macht die Zitrone auf dem Schnitzel?

Veröffentlicht am 18.11.2008 in Wissenswertes

Zitronensaft als Würze für ein paniertes Stück Fleisch wirkt vielleicht, wenn man länger darüber nachdenkt, etwas komisch. Den meisten von uns fällt die Zitronenscheibe aber vermutlich nicht sonderlich auf – immerhin war sie schon mit von der Partie, so lange unsere Erinnerungen zurück reichen.

Die Sache mit der Zitrone hat einen ganz einfachen Grund.
In der Zeit, bevor es Kühlschränke gab, blieb Fleisch nicht sehr lange frisch. Die Zitrone half hier, den schlechten Beigeschmack von etwas älterem Fleisch zu verdecken.
Fette Speisen sind außerdem schwerer verdaulich, und der Zitronensaft unterstützt die Funktion unserer Gallenblase: Zitronensäure spaltet, so wie die Enzyme der Galle, Fette in ihre Bestandteile auf. Wir erleichtern uns also unsere Verdauung, indem wir Zitronensäure über der Speise verteilen.

Noch dazu ergänzen wir die geschmacklichen Nuancen um ein fast schon traditionelles Element, das uns ansonsten vermutlich fehlen würde.

Übrigens: Den wenigsten ist bekannt, dass in Wien, im Gegensatz zu den meisten anderen Gegenden, zum Wiener Schnitzel keine Preiselbeermarmelade serviert wird. Auch bei den Beilagen gibt es gravierende Unterschiede zwischen dem Wiener Original und so manch anderer Region und und außerhalb von Österreich.

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1 Kommentar


[…] Und damit nicht genug, Anton hat kürzlich Kochblogs eröffnet. Er bloggt unter http://www.chefrezepte.at/blog und unter dem Label http://www.vom-essen-besessen.at. Dort geht er der aktuellen Frage nach: Was macht die Zitrone auf dem Schnitzel? […]


 

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