Popcorn gegen Krebs: Mais-Snack laut Studie voller Antioxidantien
Kartoffelchips, Popcorn und Salzstangen – die üblichen, beliebten Fernseh-Snacks gelten allgemein nicht gerade als gesunde Nahrungsmittel. Doch eine neue Studie besagt, dass einer dieser Snacks doch auch starke, gute Seiten hat: Professor Joe Vinson von der University of Scranton konnte in einer Studie an Popcorn nachweisen, dass der gepuffte Mais mindestens genau so viele Antioxidantien enthalten kann (oder sogar noch mehr!), wie Obst und Gemüse.
“Antioxidantien” sind Stoffe, die im Körper eine unerwünschte Oxidation anderer Substanzen gezielt verhindern – sie schützen also unsere Zellen und Zellorganellen vor der frühzeitigen Alterung, und wurden auch schon mehrfach in Zusammenhang mit der Krebs-Vorbeugung und -Bekämpfung gebracht. Bestimmte Antioxidantien aus der Stoffgruppe der Polyphenole sind besonders reich in landwirtschaftlichen Erzeugnissen enthalten. Auch im Mais werden sie gebildet, und bleiben beim “Poppen” der Maiskörner erhalten. Bis zu 1,5 % des Gewichts von gepufftem Mais machen diese Polyphenole aus, die übrigens auch in Fruchtsäften und Tee, aber auch in Rotwein, Kaffee und Schokolade vorkommen. Mit einem so hohen Gewichtsanteil liegt Popcorn noch vor Birnen und Äpfeln (hier ist allerdings auch der Wasseranteil um ein Vielfaches höher).
Bereitet man täglich Popcorn aus zwei Esslöffeln Maiskörnern zu und isst diese, nimmt man damit 500 mg Polyphenole, oder ca. 50 % der durchschnittlichen täglichen Einnahme zu sich.
Trotzdem sollte man natürlich nicht anfangen, Obst und Gemüse durch Popcorn zu ersetzen. Neben den leicht irreführenden Angaben ohne Hinweis auf den unterschiedlichen Wassergehalt, enthalten Obst und Gemüse natürlich noch viele andere Vitamine und Mineralstoffe, die im Maiskorn eben nicht gespeichert wird.
Wer richtig zubereiteten, gepufften Mais ohne Butter isst, tut sich aber mitunter auch etwas Gutes.
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