Biologie des Gartensalates (Herkunft, Inhaltsstoffe, Blüte, Lagerung)
Der Gartensalat (Lactuca sativa) – häufig auch Kopfsalat genannt – ist eine Art der Lattichgewächse.
Es handelt sich um eine eigene biologische Art, die rein durch jahrhundertelange Züchtung entstanden ist und in der Wildnis nicht vorkommt. Als Usrprungs-Art wird heute der Zaun-Lattich angenommen. Diese Art ähnelt dem Kopfsalat aber praktisch gar nicht mehr.
Wie die meisten kopfbildenden Salate wird auch der Gartensalat immer schon lange vor der Blüte geerntet. Beim sogenannten “schießen” oder “schossen” (Aufwachsen in eine pyramidenförmige Pflanze) verliert der Salat seine schöne Kopfform und bildet zu viele Bitterstoffe für den Verzehr.
Blütezeit wäre Juni bis August (je nach Aussaat). Dann wird die Pflanze bis zu 1 m hoch und bildet viele kleine, körbchenförmige, meist gelbliche Blüten in einem rispigen Blütenstand.
Durch die frühe Ernte erkennen viele eine ausgewachsene Salatpflanze gar nicht mehr als Gartensalat!
Heutzutage wird der Gartensalat mit all seinen Sorten (Kopfsalat, Schnittsalat, Bindesalat, Eisbergsalat, …) vor allem in Italien, Frankreich, Holland, Belgien, Spanien und Deutschland angebaut.
Gartensalat wird aber bereits seit der Antike in vielen Sorten und Variationen angebaut. Er verbreitete sich von Ägypten aus über die ganze antike griechische und römische Welt. Erste Aufzeichnungen (in diesem Fall Reliefs) über Salat sind ca. 4.500 Jahre alt!
Hier in Mitteleuropa war vor allem Karl der Große für die Verbreitung verantwortlich.
100 g Gartensalat enhalten etwa 95 g Wasser, aber auch Proteine, Kohlenhydrate, Fett, Mineralien und Spurenelemente (Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Eisen) und Vitamine (Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, viel Vitamin C, Vitamin E und Niacin).
Der weiße Milchsaft ist namensgebend für die Gattung “Lactuca”. Sein Zweck ist vor allem die Abwehr von Fressfeinden und Schädlingen (durch verschiedene Bitterstoffe). Ein sehr positiver Nebeneffekt ist aber auch der feine Geschmack der Blätter.
Achtung: Wenn Salat zu lange dunkel gelagert wird, bildet sich viel schädliches Nitrat. Bei der Salatzubereitung kann man das Nitrat aber durch Zugabe von Zitronensaft zum Dressing “aussperren”: Das Vitamin C im Zitronensaft wird bevorzugt vom Körper aufgenommen, und wenn genug davon da ist, wird weniger Nitrat absorbiert.
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