Flechtensalat aus Isländisch Moos
Heute präsentieren wir etwas ganz besonderes: Wir haben ein Salatrezept aus dem Jahr 1916 aus Island nachgekocht.
In Armutszeiten musste man – nicht nur in Island – alle Ressourcen nutzen, die irgendwie verfügbar waren.
Im Norden Europas hat man letztlich auch auf essbare Flechten zurückgegriffen.
Allen voran: Isländisch Moos (Cetraria islandica).
Das Isländisch Moos, auch Blutlungenmoos, Fiebermoos oder Hirschhornflechte genannt, wurde wegen seinem hohen Stärkegehalt häufig getrocknet, fein gemahlen, und zum Strecken von Getreidemehl verwendet.
Es gibt aber auch noch andere Verwendungen:
Wir haben ein Salatrezept gefunden, das 1916 in einer deutschen Zeitschrift erschienen ist, um die Verwendungsmöglichkeiten von Flechten aufzuzeigen.
Heutzutage wird Cetraria islandica übrigens bei Erkrankungen der oberen Atemwege (Husten, Keuchhusten, Asthma) eingesetzt. Im Handel sind dementsprechend viele Präparate wie Lutschtabletten, Hustensaft oder Erklätungstees erhältlich.
Flechten sind, für diejenigen, die es nicht wissen, Verbunde von (meist einzelligen) Algen und Pilzen.
Das vollständige Rezept und Fotos von der Zubereitung gibt es im
Salatquadr.at: Isländisch-Moos-Salat (Flechtensalat)


